top of page
  • AutorenbildChiara

Yoga und der Mond: Die Verbindung zwischen Mondphasen und Yoga-Praxis

Aktualisiert: 17. Okt. 2023

Der Mond, unser nächtlicher Begleiter, hat schon immer eine tiefe Faszination auf die Menschen ausgeübt. Seine Phasen und sein Zyklus wurden in vielen Kulturen als Zeichen und Symbol genutzt, und auch im Yoga spielt der Mond eine wichtige Rolle. Aber wie genau hängt der Mond mit unserer Yoga-Praxis zusammen und wie können wir die Kraft des Mondes in unserer Yoga-Praxis nutzen?

Yoga und der Mond

Die Symbolik des Mondes im Yoga

Im Yoga steht der Mond oft als Symbol für das weibliche Prinzip, für Ruhe, Intuition und das Unbewusste. Er ist das Gegenstück zur Sonne, die das männliche Prinzip, Aktivität, Bewusstsein und Logik repräsentiert. Die Balance zwischen diesen beiden Kräften ist ein wichtiger Aspekt des Yogaweges.


Der Mond ist auch eng verbunden mit dem Prana, der Lebensenergie, die durch unsere Körper fließt. Die linke Seite unseres Körpers, durch die der Ida-Nadi-Kanal verläuft, wird als "Mondseite" angesehen und repräsentiert die kühlende, beruhigende Energie, die das Prana bringt.


Mondphasen und Yoga-Praxis

Die verschiedenen Phasen des Mondzyklus können auch unsere Yoga-Praxis beeinflussen. Hier sind einige Beispiele, wie du deine Yoga-Praxis an die Mondphasen anpassen kannst:

  • Neumond: Dies ist eine Zeit des Neubeginns und der Möglichkeiten. Es ist ein guter Zeitpunkt, um eine neue Yoga-Praxis zu beginnen oder um deine Intentionen für die kommenden Wochen zu setzen.

  • Erstes Viertel: Diese Phase steht für Wachstum und Bewegung. Deine Praxis könnte in dieser Zeit aktiver und energischer sein.

  • Vollmond: Der Vollmond steht für Fülle und Erfüllung. Es ist eine gute Zeit, um eine dankbare Haltung einzunehmen und deine Praxis zu feiern.

  • Letztes Viertel: Dies ist eine Zeit des Loslassens und der Reflexion. Deine Yoga-Praxis könnte in dieser Zeit sanfter und nach innen gerichteter sein.


Der Mondgruß im Yoga

Ein spezielles Mond-bezogenes Ritual im Yoga ist der Mondgruß (Chandra Namaskar). Im Gegensatz zum Sonnengruß, der oft dazu genutzt wird, den Körper zu erwärmen und Energie zu erzeugen, ist der Mondgruß eine beruhigende, kühlende Sequenz, die oft am Ende des Tages praktiziert wird, um den Körper und den Geist auf die Ruhephase vorzubereiten.


Mondenergie und Chakras im Yoga

In der yogischen Philosophie wird angenommen, dass der Mond eine starke Verbindung zum sechsten Chakra, auch Drittes Auge genannt, hat. Das Ajna Chakra ist das Energiezentrum der Intuition und Weisheit. Eine ausgerichtete Yoga-Praxis während der Mondphasen kann dazu beitragen, dieses Chakra zu aktivieren und zu stärken, wodurch Intuition und Klarheit gefördert werden.


Die Wechselwirkung von Mond und Gezeiten

Der Mond beeinflusst nicht nur unsere inneren Rhythmen, sondern auch die Gezeiten unserer Ozeane. Das Konzept von Ebbe und Flut kann auch auf unsere eigenen Energieflüsse und Emotionen angewendet werden. In Zeiten, in denen wir uns energetisch "flutartig" oder überwältigt fühlen, kann eine sanfte, mondzentrierte Yoga-Praxis dazu beitragen, das Gleichgewicht wiederherzustellen.


Mond-Tage im Ashtanga Yoga

Im Ashtanga Yoga, einer spezifischen Form des Hatha Yoga, gibt es die Tradition, an Voll- und Neumondtagen (bekannt als "Mond-Tage") nicht zu praktizieren. Es wird angenommen, dass die erdanziehende Energie des Mondes an diesen Tagen besonders stark ist, was zu einem erhöhten Verletzungsrisiko führen kann.


Mondsteine in der Yoga-Praxis

Einige Yogis integrieren Mondsteine in ihre Praxis, um die Energie des Mondes zu kanalisieren. Der Mondstein wird oft als Stein der Intuition und der inneren Reise angesehen. Er kann während der Meditation gehalten oder in der Nähe der Matte platziert werden, um die Energie des Mondes zu fördern.


Meditation unter dem Mond

Eine Meditation unter dem freien Himmel während des Vollmonds kann besonders kraftvoll sein. Der Vollmond dient als natürliches Fokusobjekt, und die Energie, die er ausstrahlt, kann helfen, das Bewusstsein zu vertiefen und die Verbindung zum Kosmos zu stärken.

 

Die alten Weisen verstanden den tiefen Einfluss, den der Mond auf unseren physischen und energetischen Körper hat. Heutzutage können wir diese Weisheit nutzen, um unsere Yoga-Praxis zu bereichern und uns mehr mit den Zyklen der Natur und unseren eigenen inneren Zyklen zu verbinden. Der Mond bietet uns eine ständige Erinnerung daran, dass alles im Leben einem Rhythmus folgt, einem ständigen Zyklus von Wachstum, Fülle, Loslassen und Erneuerung. Indem wir diese Zyklen in unserer Praxis ehren, können wir ein tieferes Gefühl von Harmonie und Gleichgewicht in unserem täglichen Leben finden.


bottom of page