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Imposter Syndrome als Yogalehrer:in – Wie du damit umgehen kannst

Als Yogalehrer:in kann es vorkommen, dass du dich manchmal wie ein Betrüger fühlst – als würdest du nicht wirklich die Expertise oder die Fähigkeiten besitzen, um anderen Yoga beizubringen. Dieses Phänomen, bekannt als "Imposter Syndrome", ist weit verbreitet und kann Selbstzweifel und Unsicherheiten fördern. In diesem Blogbeitrag erfährst du, was das Imposter Syndrome ist, warum es gerade bei Yogalehrer:innen auftreten kann und wie du damit umgehen kannst.

Unsicherheit als Yogalehrer:in

Was ist das Imposter Syndrome?

Das Imposter Syndrome (auch Hochstapler-Syndrom) ist ein psychologisches Phänomen, bei dem Menschen – trotz ihrer Fähigkeiten und Erfolge – glauben, sie seien nicht kompetent oder fähig genug, um ihre Aufgaben zu erfüllen. Betroffene haben oft das Gefühl, ihre Erfolge seien auf Glück oder Zufall zurückzuführen und befürchten, dass sie irgendwann als "Hochstapler" entlarvt werden.


Warum Yogalehrer:innen vom Imposter Syndrome betroffen sein können:

#1 Vergleich mit anderen: In der Yogawelt gibt es viele talentierte und erfahrene Lehrer:innen. Der Vergleich mit anderen kann dazu führen, dass du dich selbst als weniger qualifiziert oder fähig empfindest.


#2 Hohe Erwartungen: Als Yogalehrer:in möchtest du deinen Schüler:innen helfen, körperliche und geistige Fortschritte zu machen. Diese hohen Erwartungen können Druck erzeugen und das Gefühl verstärken, nicht gut genug zu sein.


#3 Perfektionismus: Yoga ist ein Prozess, und niemand ist jemals "perfekt". Dennoch kann der Wunsch nach Perfektion das Imposter Syndrome fördern, indem du dich ständig selbst hinterfragst und kritisierst.


Strategien zum Umgang mit dem Imposter Syndrome:

#1 Akzeptiere deine Gefühle: Wenn du dich als Hochstapler fühlst, ist es wichtig, diese Gefühle anzuerkennen und zuzulassen. Verdrängung führt nur zu mehr Stress und Unsicherheit. Sprich offen mit Freunden, Kolleg:innen oder einem Therapeuten über deine Gedanken und Ängste.


#2 Fokussiere dich auf deine Stärken: Erinnere dich daran, was du bereits erreicht hast und welche Fähigkeiten du besitzt. Du hast deine Yogalehrer-Ausbildung abgeschlossen und bist gut vorbereitet, um dein Wissen und deine Leidenschaft weiterzugeben.


#3 Vermeide den Vergleich: Es ist wichtig, sich darauf zu konzentrieren, was du als Lehrer:in zu bieten hast, statt dich ständig mit anderen zu vergleichen. Jede:r Yogalehrer:in ist einzigartig und bringt unterschiedliche Stärken und Qualitäten mit.


#4 Setze realistische Erwartungen: Erkenne, dass Yoga ein lebenslanger Lernprozess ist und niemand jemals "perfekt" ist. Setze dir realistische Ziele und erlaube dir selbst, Fehler zu machen und daraus zu lernen. Indem du realistische Erwartungen an dich selbst stellst, reduzierst du den Druck und gibst dir Raum für persönliches Wachstum.


#5 Feiere deine Erfolge: Nimm dir Zeit, um deine Erfolge und Fortschritte anzuerkennen, sei es ein erfolgreiches Workshop, positives Feedback von Schüler:innen oder die Meisterung einer neuen Asana. Durch das Feiern deiner Erfolge stärkst du dein Selbstvertrauen und erkennst deinen eigenen Wert.


#6 Weiterbildung und persönliche Praxis: Investiere in deine persönliche und berufliche Entwicklung durch regelmäßige Weiterbildung und eine konsequente persönliche Yogapraxis. Dies hilft dir, dein Wissen zu erweitern, dein Selbstvertrauen zu stärken und das Gefühl des Imposter Syndroms abzubauen.


#7 Entwickle Selbstmitgefühl: Übe Selbstmitgefühl, indem du dir selbst gegenüber freundlich, verständnisvoll und nachsichtig bist. Anstatt dich selbst für vermeintliche Fehler oder Schwächen zu kritisieren, erinnere dich daran, dass jeder Mensch unvollkommen ist und du trotzdem das Recht hast, als Yogalehrer:in erfolgreich zu sein.

 

Das Imposter Syndrome kann für Yogalehrer:innen eine Herausforderung sein, aber du bist nicht allein. Viele Menschen, auch in anderen Berufen, kämpfen mit ähnlichen Gefühlen. Indem du diese Strategien anwendest und dir Raum für persönliches Wachstum gibst, kannst du lernen, mit dem Imposter Syndrome umzugehen und dein Selbstvertrauen als Yogalehrer:in stärken. Denke daran, dass du wertvoll bist, dein Wissen und deine Erfahrungen teilst und einen positiven Einfluss auf das Leben deiner Schüler:innen hast.

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