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Yama und Yoga: Ethische Regeln im Yoga

Als Yogalehrer:in weißt du, dass Yoga nicht nur eine Praxis für körperliche und mentale Gesundheit ist. Es gibt noch eine weitere wichtige Dimension des Yoga, die oft übersehen wird: die ethischen Prinzipien oder Yamas, die die Grundlage der Praxis bilden. In diesem Blogbeitrag schauen wir uns gemeinsam an, was die Yamas sind, ihre Geschichte und wie du als Yogalehrer:in deine Schüler:innen in diese Prinzipien einführen kannst.

Yoga Philosophie Yamas


Was sind die Yamas?

Die Yamas sind ethische Regeln im Yoga, die den Praktizierenden helfen, ein moralisches und ethisches Leben zu führen. Es gibt fünf Yamas, die in den Yoga-Sutras von Patanjali beschrieben werden:

  1. Ahimsa (Gewaltlosigkeit)

  2. Satya (Wahrhaftigkeit)

  3. Asteya (Nicht-Stehlen)

  4. Brahmacharya (Enthaltsamkeit)

  5. Aparigraha (Nicht-Anhaftung)

Diese Prinzipien sind nicht nur auf die Praxis auf der Yogamatte beschränkt, sondern sollen auch im täglichen Leben angewendet werden.


Geschichte der Yamas

Die Yamas wurden erstmals in den Yoga-Sutras von Patanjali im 2. Jahrhundert v. Chr. beschrieben. Die Yoga-Sutras gelten als eine der wichtigsten Schriften im Yoga und umfassen 196 Aphorismen, die sich auf die Yoga-Praxis und Philosophie beziehen. Die Yamas wurden als Teil des "Achtgliedrigen Pfades" oder Ashtanga-Yoga eingeführt, der den Praktizierenden auf dem Weg zur Erleuchtung unterstützt.


Wie kannst du Schüler:innen in die Yamas einführen?

Als Yogalehrer:in ist es wichtig, deine Schüler:innen in die Yamas einzuführen, um ihnen zu helfen, ihre Yoga-Praxis zu vertiefen und ein moralisches und ethisches Leben zu führen. Hier sind einige Tipps, wie du deine Schüler:innen in die Yamas einführen kannst:

  1. Erkläre die Bedeutung der Yamas: Beginne damit, die Bedeutung der Yamas zu erklären und wie sie in der Yoga-Praxis und im täglichen Leben angewendet werden können.

  2. Integriere die Yamas in deine Yoga-Klassen: Ermutige deine Schüler:innen, die Yamas während der Yoga-Klasse zu praktizieren. Du kannst zum Beispiel die Gewaltlosigkeit durch die Betonung von sanften Bewegungen und die Vermeidung von übermäßiger Anstrengung betonen.

  3. Diskutiere die Yamas in Gruppen: Nimm dir Zeit, um mit deinen Schüler:innen in Gruppen über die Yamas zu diskutieren und wie sie angewendet werden können. Dies kann ein guter Weg sein, um ein tieferes Verständnis und eine Verbindung zu den Prinzipien zu entwickeln.

  4. Verweise auf die Yamas außerhalb der Yoga-Praxis: Ermutige deine Schüler:innen, die Yamas in ihrem täglichen Leben anzuwenden. Du kannst sie beispielsweise ermutigen, Gewaltlosigkeit in ihren zwischenmenschlichen Beziehungen und in ihrer Arbeit zu praktizieren oder die Wahrhaftigkeit in ihrer Kommunikation und in ihren Beziehungen zu anderen zu fördern.

  5. Reflektiere gemeinsam mit deinen Schüler:innen über die Umsetzung der Yamas: Nimm dir am Ende einer Yoga-Klasse Zeit, um gemeinsam mit deinen Schüler:innen zu reflektieren, wie sie die Yamas in der Klasse und im täglichen Leben praktiziert haben. Diese Reflexionen können helfen, ein tieferes Verständnis der Yamas zu entwickeln und die Umsetzung in der Praxis zu fördern.

 

Die Yamas sind eine wichtige Dimension des Yoga und helfen den Praktizierenden, ein moralisches und ethisches Leben zu führen. Als Yogalehrer:in ist es wichtig, deine Schüler:innen in diese Prinzipien einzuführen und ihnen zu helfen, sie in der Praxis und im täglichen Leben anzuwenden. Durch die Integration der Yamas in die Yoga-Klassen und die Diskussion darüber in Gruppen können deine Schüler:innen ein tieferes Verständnis entwickeln und ihre Umsetzung fördern.

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